Die Presse über Martin Mosebach
„Seit 1983 schreibt er die erstaunlichsten Romane und elegantesten Essays. ... Dass Mosebach nun den wichtigsten deutschen Literaturpreis bekommt, zeigt, wie sehr sich die Literatur und ihre Rezeption verändert haben. Man muss der Akademie gratulieren, dass sie dafür Sinn und Aufmerksamkeit hatte.“
Ulrich Greiner, Die Zeit, 15.06.07
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„Er hat bis hin zu seinem jüngsten, in den nächsten Wochen erscheinenden Roman „Der Mond und das Mädchen“ ein höchst differenziertes, anschauliches und zugleich unterhaltsames Panorama deutscher Gegenwart entworfen – immer zentriert um seine Geburtsstadt Frankfurt am Main, die seit dem Krieg keinen liebevolleren Porträtisten gefunden hat als ihn.“
Uwe Wittstock, Die Welt, 08.06.07
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„Einen freieren und dabei freundlicheren Geist als Martin Mosebach wird man kaum finden. Formen ordnen, gliedern, gewiss, aber um das zu tun, müssen sie auch Räume eröffnen, die es ohne sie nicht gäbe. Riten, Ordnungen, feste Gewohnheiten lassen sich als Zwang wahrnehmen, an ihrer Leidenschaft für das Detail, die Beschreibung, auch das Ornament – und an ihm selbst, wie er, langsam den Rhein entlangspazierend, immer wieder und mit gleichbleibender Freundlichkeit den Radfahrern ausweicht, die sich schnell und klingelnd von hinten nähern. ...
Die Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung hat sich in diesem Jahr den Büchner-Preisträger erwählt, von dem eine dauerhafte Beeinflussung, vielleicht sogar eine Wandlung der deutschsprachigen Literatur ausgehen kann: Lebendiger jedenfalls hat man die Tradition in diesen Kreisen noch nicht erlebt.“
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 08.06.07
„Martin Mosebach, der Erzähler, Romancier und Essayist, der Grandseigneur in der Apfelweinkneipe, der orthodoxe Katholik und unorthodoxe Kenner der Künste, der konservative Anarch und hemmungslose Bewahrer von Stil und Form, ist ein glanzvoller Büchner-Preisträger. Mit Martin Mosebach ehrt die Akademie einen genuinen Erzähler und einen Essayisten von ungewöhnlicher stilistischer und intellektueller Brillanz. Sein umfangreiches Werk wird mit dem Büchnerpreis nicht nur gewürdigt, sondern in jenes helle Licht gerückt, das ihm angemessen ist. Martin Mosebach ist ein Büchner-Preisträger, dessen Möglichkeiten ebensowenig erschöpft sind, wie seine Verdienste bestritten werden können. Für ein breites Publikum ist der Erzähler, sind seine Romane, zumal die frühen Würfe „Das Bett“, „Ruppertshain“ und „Westend“, erest noch zu entdecken.“
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.07
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"Die Auszeichnung gilt einem Schriftsteller, der stilistische Pracht mit urwüchsiger Erzählfreude verbindet und dabei ein humoristisches Geschichtsbewusstsein beweist, das sich weit über die europäischen Kulturgrenzen hinaus erstreckt; einem genialen Formspieler auf allen Feldern der Literatur und nicht zuletzt einem Zeitkritiker von unbestechlicher Selbstständigkeit."
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in ihrer Begründung zur Vergabe des Georg-Büchner-Preises 2007
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